23. April 2016



400. Todestag von Shakespeare und Cervantes

Welttag
des Buches



23. April 2016: 400. Todestag von Shakespeare und Cervantes


Am 23. April jährt sich der Todestag von William Shakespeare zum 400. Mal. Zahlreiche Spekulationen und Verschwörungstheorien kreisen nach wie vor um ihn: Wer war er wirklich, hat er seine Stücke selbst verfasst? Gefeiert und geehrt wird er jedenfalls ausgiebig, Shakespeare-Festivals finden nicht nur in England, sondern auch in Deutschland, Serbien, Polen, Ungarn, Spanien, Dänemark und zahlreichen weiteren Ländern statt. In Österreich bringt „Art Carnuntum“ ein Shakespeare-Special mit Cross-Over Aktivitäten. (Foto: CC, Paul Lucas)

Nachdem am 23. April 2016 auch der 400. Todestag von Miguel de Cervantes gefeiert wird, hat die spanische Nationalbibliothek Madrid eine Mikrowebsite gegründet. Auf http://www.bne.es/es/quijote/ findet man unter anderem die ersten Ausgaben beider Teile von „Don Quijote“ bis hin zu den jüngsten Neuauflagen, Übersetzungen in andere Sprachen und „Quijote-Landkarten“, die die Reisen dieser berühmten Figur nachvollziehen. Sehr informativ, leider allerdings nur in spanischer Sprache.


Österreich: Anthologie zum Welttag des Buches


Unter dem Titel „LiteraTier … Von Adler bis Zwergflusspferd“ gibt in diesem Jahr Buchhändlerin Rotraut Schöberl die Anthologie mit spannenden, schönen und humorvollen Texten heraus. Tierische Literatur von heimischen und internationalen AutorInnen liefern u.a. Arno Geiger, Patricia Highsmith, Selma Lagerlöf, Munro Leaf und Anton Čechov.





Im November 1995 erklärte die UNESCO auf Antrag des spanischen Staates den 23. April zum Welttag des Buches und des Urheberrechts. In einem Statement von Milagros del Corral, der zuständigen Direktorin der UNESCO, heißt es: "Lesen bedeutet einen interaktiven Dialog mit dem vom Autor eines Textes geschaffenen virtuellen Universum aufnehmen: einem Universum intellektueller Beschreibungen, das sich jeweils unterscheidet, abhängig von der Phantasie jedes einzelnen Lesers." "Es gibt Bücher zu allen Themen, für jedes Publikum und zu allen Zeiten. Aber wir müssen sicherstellen, daß Bücher für jeden und überall zugänglich sind." Die UNESCO möchte mit dem Welttag des Buches und den damit verbundenen weltweiten Aktivitäten Buch und Lesen fördern.

Seinen Ursprung hat der Feiertag für das Buch in einer katalanischen Tradition, wonach sich die Menschen zum Namenstag des Volksheiligen Sant Jordi (Sankt Georg) Rosen schenken. Seit den zwanziger Jahren werden auf Initiative der Büchergilde von Barcelona auch Bücher verschenkt. Der 23. April ist besonders in Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens, ein Kulturereignis mit Volksfestcharakter, bei dem Verkaufsstände auf den Straßen aufgebaut sowie Lese- und Bücherfeste organisiert werden.

Der 23. April ist darüberhinaus dem Gedenken an Miguel de Cervantes, William Shakespeare und dem bedeutendsten spanischen Renaissancedichter Inca Garcilaso de la Vega gewidmet. Cervantes starb am 23. April 1616 in Madrid, Shakespeare am selben Tag in Stratford-upon-Avon. Die Entscheidung der UNESCO, den katalanischen "Tag des Buches" zum Welttag des Buches zu erklären, ist in vielen Ländern begeistert aufgenommen worden. Der 23. April ist der Geburts- oder Sterbetag einer ganzen Reihe weiterer prominenter Autoren wie z.B. Maurice Druon, K. Laxness, Vladimir Nabokov, Josep Pia und Manuel Mejia Vallejo. Weltweit beteiligen sich jedes Jahr neben zahlreichen Verlagen auch tausende Buchhandlungen mit eigenen Aktionen.



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